Sicher kennt fast jeder die Marke Schwarzkopf. Das Unternehmen Henkel wurde 2009 mit dem Deutschen Marketing Preis ausgezeichnet. Ein Grund für mich mir diese Marke einmal genauer anzusehen. Im Marketingmix sollte ja auch das Internet entsprechend vertreten sein. Also habe ich mir die Website von Schwarzkopf einmal angesehen.
Kaum auf der Seite, wird als erstes ein Fenster in guter Flash-Manier über die gesamte Seite gelegt. Wohl dem, der auch Flash nutzt, alle anderen werden hier die erste Barriere finden. Also gleich mal nach dem “schließen Knopf” fahnden. Die eigentliche Website besteht auch aus vielen Flashanteilen, sieht aber aufgeräumt aus und biete gleich die Möglichkeit auf eine andere Produkt-Website zu wechseln. Natürlich nur wenn Sie Flashanimationen sehen können.
Ein solches Unternehmen sollte doch sicherlich ein eigenes Blog haben, kurz durch die Menüs gegangen fand ich den Link zum Blog. Doch was mich da erwartete war schon sehr entäuschend. Im Januar 2009 ist das Blog offensichtlich eröffnet worden. Tina Müller führt das Blog und berichtet das Schwarzkopf in der Krise auf festen Füßen steht. OK, gut zu wissen.
Nächster Eintrag im Blog am 09.02.2009. Frau Müller verrät dem Kunden das Schwarzkopf 111 Jahre alt wird und das internationale Gäste aus Medien, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen wurden. Weiterhin verrät Sie einen Profitrick “Haarspray verleiht nicht nur der Frisur, sondern auch dem Auftritt Sicherheit…”
Tja, wir schreiben Juni 2010, leider findet sich kein weiterer Beitrag von Frau Müller im Blog. Das ist traurig und wird auch die Kunden nicht dazu bewegen der Marke Schwarzkopf an dieser Stelle zu folgen. Den potentiellen Kunden und Kundinnen wird nichts geboten. Das Alter des letzten Blogeintrags spricht für sich. Schade, gerade einer großen Marke wie Schwarzkopf hätte ich da mehr zugetraut.
Eines ist aber sicher, so funktioniert bloggen nicht. Und die Menschen kann man damit auch nicht an die Marke binden. Und wenn schon ein Blog, dann sollte man den Menschen auch die Möglichkeit geben “mitzureden”, eine Kommentarfunktion und wirklich interessante Themen wären da schon hilfreich. Überlegenswert wäre eventuell, ob nicht statt einer Person, besser ein Team das Blog von Schwarzkopf berteiben sollte. Dann könnte man wirklich mit seinen Kunden und denen die es werden sollen in einen Dialog kommen.
So fällt das Ganze in die Kategorie gut angefangen, aber leider auf der Strecke geblieben.