Jul 27

Bei Vimeo habe ich das Video zum Werbekongress 2010 gefunden. Amir Kassaei spricht über “digital thinking”. Er beschreibt eindrucksvoll, wie ich finde, wie sich unsere Werbung in der Zukunft verändern muss und wird. Das wir die Möglichkeiten der digitalen Infrastruktur erkennen und entsprechend nutzen müssen.

Wir sollten nicht mit “dümmlicher Absenderkommunikation” nerven und den Menschen Produkte verkaufen die Sie nicht interessieren. Diese Form der Werbung wird zunehmen weniger wahrgenommen.

Für die erfolgreiche  Vermarktung von Produkten müssen wir Spaß verbreiten. Dazu müssen „die Kreativen“  neue Wege gehen und Probleme aus einer anderen Perspektive betrachten.

Schauen Sie sich das Video selbst an.

Jun 19

Seit Mitte April läuft die Werbekampagne von Liqui Moly nicht nur Plakate in Großstädten auch im Fernsehen ist der Spot zu sehen. Das Prinzip kennen wir schon von HIPP Babynahrung oder auch von Trigema. Herr Ernst Prost (Gesellschafter bei Liqui Moly)wirbt für das Unternehmen, aber nicht mit übertrieben Werbesprüchen und super tollen Produktvorteilen sondern sachlich mit der Produktion in Deutschland und der Erhaltung von Arbeitsplätzen.

Als ich den Spot im Fernsehen gesehen habe war ich angenehm überrascht, was bei heutiger Fernsehwerbung bei mir eher selten der Fall ist.

Nun  habe ich den Werbespot von Liqui Moly auch bei YouTube gefunden, sicher ist das nicht besonderes. Was mir in diesem Zusammenhang aber viel mehr aufgefallen ist, sind die Reaktionen der Menschen die diesen Werbespot kommentieren.

Schauen Sie sich einmal die Kommentare zu diesem Werbespot von Liqui Moly an.

Vorbildlich finde ich die Reaktionen von Herrn Prost, der sich nicht „zu fein“ ist auf die Kommentare bei YouTube einzugehen. Er stellt Wettbewerber Produkte nicht als schlechter dar und versucht auf negative Kritiken sehr sachlich einzugehen.

Hier wird ein offener Dialog mit den Kunden geführt. Und es zeigt, dass auch der Mittelstand erkannt hat wie wichtig es ist mit seinen Kunden im Dialog zu stehen. Ein gutes Beispiel für eine Werbekampagne, die es versteht die Kunden anzusprechen und nicht mit unaussprechlichen Produktnamen oder Produkteigenschaften den Verbraucher zu vergraulen. Ausserdem ist es ein schönes Beispiel wie Marketing im WEB 2.0 funktioniert.

Für mich als Motorrad- und Autofahrer der solche Produkte braucht, steht fest, dass ich gerne zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in Deutschland und dem Mittelstand beitrage.

Wie gefällt Ihnen der Werbespot und welche Meinung haben Sie dazu?

Jun 03

Sicher kennt fast jeder die Marke Schwarzkopf. Das Unternehmen Henkel wurde 2009 mit dem Deutschen Marketing Preis ausgezeichnet. Ein Grund für mich mir diese Marke einmal genauer anzusehen. Im Marketingmix sollte ja auch das Internet entsprechend vertreten sein. Also habe ich mir die Website von Schwarzkopf einmal angesehen.

Kaum auf der Seite, wird als erstes ein Fenster in guter Flash-Manier über die gesamte Seite gelegt. Wohl dem, der auch Flash nutzt, alle anderen werden hier die erste Barriere finden. Also gleich mal nach dem “schließen Knopf” fahnden.  Die eigentliche Website besteht auch aus vielen Flashanteilen, sieht aber aufgeräumt aus und biete gleich die Möglichkeit auf eine andere Produkt-Website zu wechseln. Natürlich nur wenn Sie Flashanimationen sehen können.

Ein solches Unternehmen sollte doch sicherlich ein eigenes Blog haben, kurz durch die Menüs gegangen fand ich den Link zum Blog. Doch was mich da erwartete war schon sehr entäuschend. Im Januar 2009 ist das Blog offensichtlich eröffnet worden. Tina Müller führt das Blog und berichtet das Schwarzkopf in der Krise auf festen Füßen steht. OK, gut zu wissen.

Nächster Eintrag im Blog am 09.02.2009. Frau Müller verrät dem Kunden das Schwarzkopf 111 Jahre alt wird und das internationale Gäste aus Medien, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen wurden. Weiterhin verrät Sie einen Profitrick “Haarspray verleiht nicht nur der Frisur, sondern auch dem Auftritt Sicherheit…”

Tja, wir schreiben Juni 2010, leider findet sich kein weiterer Beitrag von Frau Müller im Blog. Das ist traurig und wird auch die Kunden nicht dazu bewegen der Marke Schwarzkopf an dieser Stelle zu folgen. Den potentiellen Kunden und Kundinnen wird nichts geboten. Das Alter des letzten Blogeintrags spricht für sich. Schade, gerade einer großen Marke wie Schwarzkopf hätte ich da mehr zugetraut.

Eines ist aber sicher, so funktioniert bloggen nicht. Und die Menschen kann man damit auch nicht an die Marke binden. Und wenn schon ein Blog, dann sollte man den Menschen auch die Möglichkeit geben “mitzureden”, eine Kommentarfunktion und wirklich interessante Themen wären da schon hilfreich. Überlegenswert wäre eventuell, ob nicht statt einer Person, besser ein Team das Blog von Schwarzkopf berteiben sollte. Dann könnte man wirklich mit seinen Kunden und denen die es werden sollen in einen Dialog kommen.

So fällt das Ganze in die Kategorie gut angefangen, aber leider auf der Strecke geblieben.

Jan 22

In der Werbung werden zunehmend englische Begriffe oder Sätze verwendet. Produktnamen die Kunden nicht mehr aussprechen können, sind an der Tagesordnung. Schlimmer ist aber noch, dass so manche Werbebotschaft wie “Come in and find out” nicht verstanden wird. Und Aufmerksamkeit erregen diese Sprüche auch nicht mehr.

Der Einfluss der englischen Sprache auf andere Sprachen ist im vollen Gange. Aber verstehen Kunden überhaupt was das Unternehmen damit kommunizieren möchte? Und ist es hilfreich ein Produkt mit einem Namen einzuführen dessen Name unaussprechlich wird? Für manche Kunden ist es sogar peinlich nicht zu wissen, wie ein Produktname wirklich ausgesprochen wird.

Sie müssen Ihre Werbung gerade im Internet mehr an Ihren Kunden ausrichten. Werbung ist eine Botschaft, die nicht nur mit dem klaren Verstand aufgenommen wird. Vielmehr betrifft Werbung unser Ego. Dinge wie beispielsweise Erfolg, Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit sind den Menschen wichtig. Dabei dürfen Sie nicht aus den Augen verlieren, dass Sie Ihren Kunden auch in Ihrer Werbung mitteilen müssen, was sie davon haben, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu kaufen.

Welches Bedürfnis wird denn mit dem Spruch “Komm rein und finde raus” um die Fehldeutung mal zu nennen, angesprochen. Keine! Das ist kein Nutzen, vielmehr hat es in einer breiten Masse für Unverständnis gesorgt. Daraus lässt sich gut erkennen, warum Werbesprüche wie “Geiz ist geil” beim Verbraucher eher verstanden und aufgenommen werden. Auch wenn man diesen Werbeslogan nicht mag, der Erfolg dieser Werbung ist nicht weg zu diskutieren.

Was also können Sie tun, um Ihre Kunden anzusprechen und Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung erfolgreich im Internet zu vermarkten? Sprechen Sie deutsch mit Ihren Kunden. Zeigen Sie Ihren Kunden was sie von Ihrem Produkt haben, seien Sie ehrlich und benutzen Sie keine oder nur wenige Fremdwörter.

Aus meiner Praxis weiß ich, dass gerade in kleineren Firmen viele Fachbegriffe nicht verstanden werden. Es macht wenig Sinn, wenn ich einem Kunden etwas von ROI (Return on investment) erzähle. Schon die Abkürzung ist das Problem. Wenn Ihre Kunden Sie nicht verstehen, werden Sie Ihre Produkte auch nur schlecht im Internet verkaufen können.

Wenn Sie also im Internet erfolgreich Ihre Werbung platzieren möchten, dann versuchen Sie doch Ihr Produkt aus Sicht Ihrer Kunden zu bewerten. Die Zeiten in denen “Fahren aus Leidenschaft” noch wichtig war sind längst vorbei. Vielmehr werden heute Autos gekauft, die sparsam sind und das Geld auch noch für den nächsten Urlaub reicht. Darum sollten Sie in erster Linie an Ihre Kunden denken, wenn Sie Ihre nächste Werbung im Internet planen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kunden Sie verstehen und Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung für eben diese Kunden nützlich und wertvoll ist.